Kurz vorgestellt: Henrik Apke, Geschäftsführer von MATIK.

Wer ist Henrik Apke?

Ich bin Diplom-Ingenieur für Maschinenbau, ausgebildet an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Meine ersten zehn Berufsjahre habe ich nicht beraten, sondern selbst verantwortet: als Konstrukteur, als Leiter Produktmanagement, zuletzt als Bereichsleiter Technik mit 60 Mitarbeitenden in Konstruktion, Elektroplanung und Außendienst. Danach habe ich als Technischer Leiter Mechanik bei einem Maschinenbauer eine komplette technische Abteilung reorganisiert, mit 30 Mitarbeitenden, gewachsenen Strukturen und der Aufgabe, Abläufe neu aufzusetzen, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.

Diese Erfahrung ist der Grund, warum ich heute berate, statt selbst zu bauen. Ich habe gesehen, wie viel Reibung in mittelständischen Unternehmen entsteht, wenn Prozesse historisch gewachsen sind, Zuständigkeiten nie sauber definiert wurden und Investitionsentscheidungen unter Zeitdruck fallen. Nicht aus Unfähigkeit, sondern weil niemand im Tagesgeschäft die Zeit hat, einen Schritt zurückzutreten und die Struktur infrage zu stellen.

Meine Überzeugung

Der teuerste Fehler, den ich in der Industrie erlebt habe, war Investition vor Verständnis. Unternehmen kaufen Software oder Automatisierung, bevor sie wissen, wo ihr eigentlicher Engpass liegt, und wundern sich, wenn das Tool das Problem nicht löst. Ich habe das selbst mitgetragen, als technischer Verantwortlicher, der ein System einführen sollte, das an der falschen Stelle ansetzte.

Deshalb fangen wir bei MATIK nie mit der Lösung an. Erst die Prozesslandkarte, dann der Engpass, dann die Frage, ob KI, Automatisierung oder schlicht eine klarere Zuständigkeit das eigentliche Problem löst. Das ist langsamer am Anfang und schneller am Ende, weil nichts zweimal gebaut wird.

Mein Ziel

Ich will, dass ein Geschäftsführer nach einem Projekt mit uns nicht nur eine Studie hat, sondern eine Entscheidung, die er mit den Zahlen im Rücken trifft und in sechs Monaten noch verteidigen kann. Der Maßstab für mich ist nicht die Qualität der Präsentation, sondern ob sich am Ende etwas im Betrieb tatsächlich verändert hat.

Mein Werdegang

2010 bis 2012: Projektleiter Fördermittel an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Leitung eines öffentlich geförderten Projekts mit 32,5 Millionen Euro Volumen im Bereich Antrieb und Elektromobilität.

2012 bis 2018: VETEC Anlagenbau, drei Stationen. Vom Konstrukteur in der Produktentwicklung über Leiter Produktmanagement bis Bereichsleiter Technik mit Verantwortung für 60 Mitarbeitende in Konstruktion, Elektroplanung und technischem Außendienst.

2018 bis 2020: Technischer Leiter Mechanik bei EMKON automation. Reorganisation der mechanischen Konstruktion, Aufbau neuer Team- und Ablaufstrukturen, Personalverantwortung für 30 Mitarbeitende.

Seit 2021: Gründung von MATIK. Angefangen haben wir mit Prozessanalyse und Fördermittelberatung, aus der Erfahrung heraus, dass Unternehmen Investitionen oft angehen, bevor die eigenen Abläufe überhaupt verstanden sind, und Förderprogramme dabei regelmäßig zu spät geprüft werden. Die Prozesslandkarte kam zuerst: Rollen, Schnittstellen und Engpässe sichtbar machen. Erst darauf aufbauend haben wir KI-Automatisierung hinzugenommen, in Form von KI-Flows, die in echte Abläufe wie Mailsortierung oder Produktionsplanung eingebettet sind und nicht als Showroom-Projekt nebenher.

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